So gefährlich ist der Staub bei Ihnen zu hause

Dass uns Phthalate in den PET-Flaschen und Kinderspielzeugen (Bestandteile von Weichmacher) langsam vergiften ist vielleicht einigen bekannt, dass aber im Staub der eigenen Wohnung solche Giftstoffe zu finden sind... Wo sind denn hier die angeblich so strengen Kontrollen, wo sind denn hier jene, welche schreien, wenn nicht geimpft wird, wo sind denn jene, die das Gesetz walten lassen, wenn der kleine Bürger etwas «gesesetzloses» tut etc. etc.

Quelle: http://www.20min.ch/wissen/gesundheit/story/So-gefaehrlich-ist-der-Staub-bei-Ihnen-zuhause-12539168


So gefährlich ist der Staub bei Ihnen zuhause

Daheim sind wir mehr schädlichen Stoffen ausgesetzt als gedacht: Im Staub tummeln sich oft grosse Mengen an Weichmachern und anderen Giftstoffen.

In unseren eigenen vier Wänden sind wir niemals allein, denn im Staub leben zahlreiche Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen.

 

Doch im Staub gibt es noch andere Dinge, die den Menschen im Haushalt grossen Schaden zufügen können, wie US-Forscher nun aufzeigten: Schadstoffe, die vonKonsumprodukten, aus Möbeln, Teppichen und anderen Bodenbelägen, aber auch aus Reinigern oder Plastikobjekten stammen.

 

45 potenziell giftige Stoffe

In einer Metastudie wiesen Forscher vom Milken Institute der George Washington University insgesamt 45 verschiedene potenziell giftige und gesundheitsschädliche Chemikalien nach.

 

Am häufigsten traf das Team um Ami Zota demnach sogenannte Phthalate an – Weichmacher, die in Kunststoffen enthalten sind und unter anderem die Gehirne von Ungeborenen schädigen und eine hormonähnliche Wirkung haben.

 

Bei Kindern kann das zu einem verfrühten Brustwachstum führen und bei Männern zu Impotenz. Mit Phthalaten belastete Frauen kommen bis zu zwei Jahre früher in die Wechseljahre.

 

Die Top-4 des Grauens

 

Laut der Studie, die im Fachjournal «Environmental Science & Technology» erschien, erreichten ausgerechnet die in mehrfacher Hinsicht schädlichen Phthalate im Mittel Konzentrationen von 7,7 Mikrogramm pro Gramm Hausstaub.

An zweiter Stelle landeten sogenannte Phenole, die vor allem in Reinigungsmitteln enthalten sind. An dritter Stelle standen Flammschutzmittel aus Möbeln, Bodenbelägen und Baumaterial, darunter polybromierte Diphenylether. Diese stehen unter anderem im Verdacht, bei Hunden die Fortpflanzung zu beeinträchtigen.

 

Ebenfalls unter den vier häufigsten Schadstoffklassen waren perfluorierte Kohlenwasserstoffe, darunter die besonders schädliche Perfluoroktansäure (PFOA). Sie gilt als krebserregend und kann sowohl den Hormonhaushalt als auch das Immunsystem beeinträchtigen. Sie findet man vor allem in Outdoor-Bekleidung.

 

Schockierende Erkenntnis

 

«Die Anzahl und Konzentration giftiger Chemikalien, die wahrscheinlich in jedem unserer Wohnzimmer vorkommen, war selbst für mich schockierend«, sagt Co-Autorin Veena Singla vom Natural Resources Defense Council in einer Mitteilung.

 

Besonders schlimm: Weil viele der Schadstoffe ähnlich wirken, können sich ihre negativen Effekte addieren oder sogar multiplizieren, so die Forscher. Das lässt die Gesundheitsbelastung deutlich erhöhen.

 

 

Um das Risiko so gering wie möglich zu halten, hilft nur eins: regelmässig staubsaugen. Und das am besten mit einem speziellen Filter. Auch Staubwischen und gründliches Händewaschen helfen. Zudem sollte man Produkte meiden, die ebensolche Stoffe enthalten.